7 Wege, wie Banken Facebook noch für sich nutzen können (socialmedia.cc)

In der Finanzbranche steckt man noch mitten im Zwiespalt – Facebook ja, Facebook nein? Die einen sind schon soweit, die anderen diskutieren immer noch, ob es denn überhaupt was bringt, Zeit und Geld in Social Media zu investieren. Ich sehe aber trotz der klaren und tollen Chancen, die ein Social Media Auftritt für Banken bietet, noch viele Banken, die außer Homepage und Online Banking den Kanal Internet komplett meiden.

Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, das Internet für sich zu nutzen. Für den Anfang würde bei vielen Banken schon eine Facebook-Seite genügen – alles andere wird sich mit der Zeit dann ergeben.

Ich möchte heute die Möglichkeiten einer Facebook-Seite für Banken genauer beleuchten – denn diese bietet so viel mehr als nur Statusupdates, PR und Gewinnspiele. Es gilt für Banken, diese Möglichkeiten für sich zu nutzen zu wissen und damit erfolgreich unterwegs zu sein.

 1. Rezensionen als einfache Form der Mundpropaganda

Sie wurden in letzter Zeit durch Facebook immer mehr hervorgehoben: die Bewertungsmöglichkeiten von Seiten und Orten. Sie stehen nun prominent ganz oben auf jeder Seite, sind durch einen eigenen Tab schnell zugänglich und werden bei Check-Ins immer wieder abgefragt. Und was gibt es denn besseres, als einen zufriedenen Kunden, der seine Bank in dem Netzwerk positiv bewertet, indem sich auch dessen Freunde tummeln – und die diese positive Bewertung dann auch zu Gesicht bekommen? Nehmen wir uns nur mal den Durschnitts-Facebook-Nutzer mit schätzungsweise 200 Freunden zu Gesicht: wenn nur die Hälfte diese Bewertung im Newsfeed sieht, ist das schon eine riesen Zahl, die durch einfache Mundpropaganda nie zustande kommen würde.

Aufwand gibt es für die Bank dabei keine – eine kleine Aufforderung in Form eines Posts hat aber noch nie geschadet. Man sollte nur nicht Angst vor negativen Bewertungen haben; klar, diese gibt es immer, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese klar in der Unterzahl bleiben werden.

2. Veranstaltungen als Kundenbindungsinstrument und für bessere Viralität

Für Banken, die viele Kundenveranstaltungen anbieten sind die Facebook-Veranstaltungen eine tolle Möglichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen. Dabei muss nicht einmal die große Flut an Zusagen für eine Veranstaltung eintreffen – es genügt dabei, dass man gesehen wird und dauerhaft die Facebook-Veranstaltungen erstellt. Mit der Zeit wird sich dies auszahlen – in Form von Engagement, Kundenbindung und Viralität.

3. Support zur schnellen Klärung von einfachen Fragen

Kundensupport über Social Media ist für mich die große Kunst, die ein Unternehmen mit diesen Netzwerken vollziehen kann. Eigentlich so einfach, da außer Man-Power und der richtigen internen Struktur bzw. Zuständigkeiten nichts zu tun ist – die Nachrichten- bzw. Pinnwand Funktion auf Facebook gibt es ja vergleichbar in fast allen anderen Netzwerken auch.

Was ist also hier noch zu tun für mich als Bank? Ich muss den Nutzern irgendwie kommunizieren, dass die Bank auch über diese Kanäle Support anbietet – in welcher Form auch immer. Klar ist, dass man als Bank aus Datenschutzgründen nicht jede Anfrage bearbeiten kann; ist dies aber vorher kommuniziert worden, sollte dies auch kein Problem sein.

4. Crowdsourcing zur Ideenfindung mit Community-Gedanken

Eher die Profi-Variante der Ideenfindung, aber durchaus eine Möglichkeit, sich innovative Ideen zu holen – zu jeglichen Bereichen des Geschäfts. Unternehmen wie Ritter Sport haben bereits gezeigt, dass es funktioniert, als die User neue Schokoladen-Sorten kreiert haben; wieso sollte es nicht auch im Bankenbereich funktionieren.

5. Gruppen für zielgruppengenaue Konversation

Eine gute Möglichkeit, kleine Zielgruppen anzusprechen, sind Gruppen. Geschlossen, geheim, offen – eigentlich egal, solange sie ihren Zweck erfüllen. So besteht z.B. die Möglichkeit ein Netzwerk zu bestimmten Themen aufzubauen und dies über regelmäßige Postings in den Gruppen am Leben zu halten und auszubauen.

6. Human Relations und Employer Branding durch gezielte Maßnahmen

Personal und Employer Branding sind in der heutigen Zeit wichtige Themen, die es insbesondere in sozialen Netzwerken zu pflegen gilt – denn viele Jobsuchende, seien es junge Leute auf der Suche nach der Ausbildung oder Ältere, die in ein anderes Unternehmen wollen, suchen auch auf Facebook nach dem möglichen Unternehmen und informieren sich so darüber.

Mittels geeigneter Postings, Karriere-Filmchen, Interviews mit Mitarbeitern oder Bewerbungs-Apps kann dieses Thema auf Facebook eine bessere Sichtbarkeit und Bedeutung erfahren und so möglicherweise den ein oder anderen Bewerber hervorzaubern.

7. Gamification als Weg zur finanziellen Bildung

Wenn man einen tollen Programmierer in den eigenen Reihen hat, ist Gamification eine Möglichkeit, auf sich Aufmerksam zu machen und die finanzielle Bildung zu fördern. Spiele, die toll gemacht sind und etwas mit der Finanzbranche zu tun haben sollten das Ziel sein – und können eine sehr positive Resonanz bei den Kunden und potenziellen Kunden hervorrufen.

Fazit

Vieles ist möglich, es muss nur angepackt werden – was die einzelne Bank letztlich verwirklicht, liegt in den eigenen Händen. Ich denke, es ist auf jeden Fall wichtig, genug Zeit und Man-Power in diesen Kanal zu stecken, um das bestmögliche herauszuholen und sich so einen Namen zu machen!

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