Absorptive Capacity von Social Media als Basis für eine innovative Unternehmenskultur

Social Media als Unternehmen – ja oder nein? Die Diskussionen sind weitläufig und werden ständig geführt. Oft wird das Risiko einer negativen Reputation zu hoch angesehen (was aber sowieso kommen kann, ob man nun selbst im Social Web vertreten ist oder nicht), oft wird auf den scheinbar fehlenden ROI verwiesen. Andere Unternehmen machen es besser und gehen in soziale Netzwerke, probieren etwas aus, sind dort erfolgreich. Und genau das spiegelt sich letztendlich in der Unternehmenskultur wieder. Wie das? Das will ich in diesem Artikel klären.

Eine wichtige Grundlage, um eine innovative Unternehmenskultur zu schaffen, sind nämlich soziale Netzwerke – sowohl extern als auch in- tern. Durch drei verschiedene Formen der Social Media Präsenz kann eine Basis für kulturellen Rahmenbedingungen zur Innovationsfähigkeit eines Unternehmens geschaffen werden:

Absorptive Capacity von Social Media

Zunächst gilt es, den Begriff der Absorptive Capacity genauer zu beleuchten. Der Begriff geht auf Cohen und Levinthal zurück, die Absorptive Capacity wie folgt definieren:

„Absorptive Capacity is an ability to recognize the value of new information, assimilate it, and apply it to commercial ends.“

Es handelt sich also um bestimmte Fähigkeiten eines Unternehmens, die dessen Innovationsfähigkeit begründen. Zu diesen Fähigkeiten gehören das Identifizieren neuer Informationen, das Verarbeiten dieser Informationen und deren Einsetzen in einer geeigneten Form:

Wissenstransfer ins Unternehmen

Die Absorptive Capacity ist also die Fähigkeit, aus externem Wissen Innovationen zu generieren. Dafür bedarf es geeigneter Instrumente, zu denen insbesondere soziale Netzwerke gehören.

Basis für diesen Komplex bilden die Unternehmens-Präsenzen in sozialen Netzwerken, ohne die die weiterführenden Schritte kaum möglich sind. Die Wichtigkeit dieser Auftritte besteht in diesem Fall nicht in der kundenzentrierten Ebene, sondern in der unternehmensinternen Ebene. So führt alleine die strategische Maßnahme des Führens solcher Social Media Auftritte zu einem Umdenken in den Köpfen der Mitarbeiter und zu einer beginnenden Omnipräsenz dieser Medien in der Unternehmensstruktur. Diese Omnipräsenz und deren Steigerung ist wichtig für die weiteren Schritte und für das Gelingen der Absorptive Capacity.

Das Identifizieren des externen Wissens beginnt mit dem Ermöglichen des Zugangs zu sozialen Netzwerken für alle Mitarbeiter während der Arbeitszeit.Dies ist durchaus ein kontrovers diskutiertes Thema und stößt in vielen Unternehmen auf Widerstand. Mit der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungenkönnen die damit verbundenen Risikeneingedämmt werden. Dies ermöglicht es schließlich allen Mitarbeitern, sich mit Kollegen, Kunden oder Fachexperten zu vernetzen oder sich mit eben diesen in fachspezifischen Gruppen auszutauschen. Die berufliche Weiterbildung und der Informationsaustausch stehen hierbei im Mittelpunkt. Dadurch entsteht eine Menge an neuem Wissen, welches es zu verarbeiten gilt, denn ein Unternehmen gewinnt aus der reinen Identifizierung von Wissen keinen Mehrwert.

Die Verteilung, Beurteilung und Nutzung dieses Wissens kann über ein internes soziales Netzwerk, einer sog. Enterprise 2.0- Plattform, erfolgen. Durch einfache Kommunikationswege kann das gefundene Wissen den betreffenden Personen zugänglich gemacht werden, darüber diskutiert werden und die Nutzung dieses Wissens im Unternehmen besprochen werden. Interne soziale Netzwerke stellen also eine Verarbeitungs- und Speicherungsplattform von Wissen dar und erleichtern den Transfer externen Wissens in das Unternehmen.

Meine Erfahrungen haben bislang aufgezeigt, dass schon alleine das Führen von Social Media Accounts durch das Unternehmen große Relevanz bei Mitarbeitern hervorruft. Es wird viel darüber geredet, nachgeschaut, was der Arbeitgeber neues veröffentlicht und viele bringen auch selbst ihre Ideen ein. Das Ganze ist ein spannendes Thema. Es gibt mit Sicherheit Risiken bei der Öffnung sozialer Netzwerke an die Mitarbeiter – aber ich denke, etwas Vertrauen sollte man seinen Kollegen entgegenbringen. Und wenn dies doch schief läuft, kann man immer noch wieder zurück rudern.

Hier noch ein Link zu einem ähnlichen Artikel aus dem Blog der Volksbank Bühl: http://blog.volksbank-buehl.de/2011/03/09/social-media-und-innovationsfahigkeit/

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