Kommentar: Facebook und die Jugend – nach wie vor eine große Liebe

Man liest es ja immer wieder in den Medien: „Die Jugend verlässt Facebook wieder“, „Jugend wendet sich von Facebook ab“, „Weniger Nutzer, zu uncool für die Jugend?“, etc. In der letzten Woche hat sich meines Erachtens die Anzahl solcher Meldungen wieder gehäuft und auch in einem Gespräch mit Kollegen musste ich neulich händeringend gegen diesen Mythos argumentieren.

Facebook-Teenage-Users

Ich sage Mythos. Ich sage dagegen argumentieren. Aber überall steht dieses Bla Bla. Wie komme ich dann darauf?

Nun ja, zunächst will ich einmal wie folgt beginnen: Woher kommen eigentlich diese Meldungen. Es gab neulich eine Studie der Princeton University, die eben diese Meldungen belegen soll. Zudem kommen auch immer mehr ältere Menschen auf Facebook; Eltern treiben dort ihr Unwesen, was die Jugendlichen „uncool“ finden oder weswegen sich die Jugendlichen beobachtet fühlen. Irgendwie ja verständlich. In anderen „coolen“ Netzwerken sind die Jugendlichen nun mal unter sich – Snapchat, Instagram, Whatsapp (Whatsapp beziehe ich deshalb mit ein, da es zum einen bei der Jugend eine enorme Beliebtheit hat, und zum anderen, da nicht jeder alles von anderen lesen kann).

So weit so gut. Aber stimmt das nun tatsächlich?

Nein!

Wie Social Bakers vor kurzem veröffentlichte, sind die Jugendlichen immer noch schwer aktiv auf Facebook: „The Sky is Not Falling: Teens Still Active on Facebook“. Die Jugendlichen-Zahl und -Aktivität sinkt nicht, sie steigt sogar. Sogar sehr stark. Die Reichweite bei den 13-24-Jährigen stieg um 29 % – das alleine widerlegt schon alle dargebotenen Mythen.

Social Bakers: Altersgruppen auf Facebook

Die Gruppe der 18-24-Jährigen ist weiterhin die größte Gruppe.

Zudem veröffentlichte Facebook erst kürzlich die neuesten Zahlen rund um die Nutzungshäufigkeit usw. Dabei war für mich vor allem der enorme Anstieg der monatlich aktiven Mobile-Nutzer sehr interessant – es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass ein Großteil unter diesen Nutzern zu den Jugendlichen gehört. Ein weiteres Argument gegen den Mythos.

Facebook: Monthly Active Mobile Users 2014-01

Fazit: Facebook ist und bleibt das Maß der Dinge. Die Jugend ist weiterhin in diesem Netzwerk vertreten, auch wenn ich der Meinung bin, dass sich das Nutzerverhalten in den letzten Monaten und Jahren geändert hat (in meinem Newsfeed ist nur ein kleiner Teil der Privatpersonen regelmäßiger Post-Produzent – die meisten sind Post-Konsumenten), aber dazu mehr in einem anderen Beitrag.

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